8. Mai 2019

#reisenachjerusalem

Zählt das Klo auch als Stuhl?

Ein Spiel, nicht nur zum Kindergeburtstag!

 

 

Aus der Haustür müde taumelnd,

nach einem Spritzer Morgentoilette,

Koffeingeschärfte Sinne bereit für den Arbeits-Tanz,

mein Gesäß schiebt sich auf den Sitz meiner familienlosen Familienkutsche

Nur einen Wimpernschlag später, nach einer gefühlt halben Ewigkeit,

rastlos-ruhelos-reinquetschend in die tägliche Stehparty auf der A40, dicht auf,

Langsamer Walther, statt Quick Sepp,

doch mein Stil ist rechts-links-rechts-CHA-CHA-CHA,

Erfolg liegt im Auge des Betrachters

 

Im Schutz des ausschleichenden Morgengrauens,

gläserner Bürokomplex, Tempel meiner Glückseligkeit und lustvoller sozial-engagierter Schaffenskraft, voraus

Treppenlauf, Adrenalin-aufgepumpt, doppel-bis dreifach-stufig-springender Emporkömmling, atemberaubend

Noch kein Licht?!

I did it my way. Da steht er, der fahrbare Untersatz, das Objekt der Begierde, der olle Drehstuhl

Popo drauf, Revier ist markiert

Nicht der Rede wert? Und ob!

 

Es gibt nur diesen einen Stuhl an dem einen Tisch, und wir sind zu Dritt!

Gutes Sitzfleisch schadet schließlich der Figur, lacht der Eintänzer

Jeder ist sich selbst der überüberübernächste im sozialen Klammerblues

 

 

Da kommt die Kollegin, doch die Musik ist lange aus!

Ich habe heute keinen Stuhl für Dich!

 

Und morgen heißt es wieder: Neues Spiel, neues „Glück“. Let’s Stuhl-dance!

 

Bernd Raguse

Photo: Bernd Raguse

 

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